Drachenkult-Schisma

Wiedervereinigung

Während Omar und Ruki die Lage besprechen, kehrt überraschenderweise Baharel zurück – mit einem Angebot bewaffnet; die Kirche Kelemvors bietet 250GM Entschädigung für ‘geleistete Dienste’ für jeden von ihnen – allerdings nur, falls die Gruppe sich bereit erklärt, weiter mit der Kirche Kelemvors zusammenarbeitet.
Diese weitere „Zusammenarbeit“ besteht vorerst darin, Augen und Ohren offenzuhalten – und darauf zu warten, dass Kultisten den ersten Kontakt herstellen; Roderich hat durchsickern lassen, dass den Kelemvoriten das Libram gestohlen wurde – und dass es nun möglicherweise zum Verkauf stehe.

Nachdem Baharel die Grundidee erläutert hat, fragt er Ruki, ob sie als Verkäuferin auftreten würde. Die Magierin wäre grundsätzlich dazu bereit – falls sie sämtliche Informationen zur Verfügung gestellt bekommt – sowohl über den Inhalt der Bücher als auch über alle gestreuten Gerüchte, die Details des angeblichen Einbruches sowie eine ausgezeichnete Fälschung des Libram,
Auch ein ausgefeilter Plan ist eine Bedingung, die sie stellt.
Baharel stimmt diesen Bedingungen – unter dem Vorbehalt, dass Roderich anderer Meinung sein könnte – zu.

Ebenfalls besteht Ruki darauf, dass bis auf weiteres sämtlicher Kontakt zwischen den Kelemvoriten und ihr abgebrochen werden muss.

Nachdem ein Bote mit dem Einverständnis Roderichs’s (sowie dem versprochenen Gold) vorbeigekommen ist (und ihr mitgeteilt hatte, dass es zwei Tage dauern werde, bis die Fälschung angefertigt sei) macht sich Omar auf in den Spa-Bereich des Schlüssels. Ruki, währenddessen, zieht sich auf ihr Zimmer zurück, um für sich zu planen…

Nach dem Abendessen betritt ein Trupp Stadtwachen den Gasthof und bittet Omar und Ruki, ihnen ein paar Fragen zu beantworten – auf der Wache.

Der Ausflug nimmt keine gute Wendung; die Kooperationsbereitschaft der beiden verflüchtigt sich als ein weiterer Mitarbeiter der Wache während der Befragung einen Zauber wirkt, von dem der Wachhauptmann behauptet, dass er Lügen und Unwahrheiten enthüllen solle. Ruki, eine hervorragend ausgebildtete Magierin, erkennt, dass es sich um einen Zauber handelt, der ihre moralischen und ethischen Einstellungen enthüllen soll (Gesinnung Erkennen).
Sowohl Ruki’s als auch Omar’s Antworten werden mehr und mehr zu Ausflüchten und nichtssagenden Äusserungen.
Nach kurzer Zeit werden die beiden – mit der Auflage, die Stadt bis zum nächsen Tag nicht zu verlassen – wieder weggeschickt.

6. Uktar

Nachdem sie einfache, lokale Kleidung gekauft hat, vebrringt Ruki den Morgen damit, sich nach zahlreichen Tränken und Schriftrollen zu erkundigen – wobei jede bei einem Einbruch verwendbar wäre; Unsichtbarkeitstränke, Tränke des Spinnenkletterns, Schriftrollen mit Zaubern, die Fallen finden, Schösser öffnen oder magisch Verborgenes entdecken.
Auch verschiedene andere Substanzen alchemistischer Natur sind auf ihren angeblichen Einkaufszettel, sowie „Schlosser-Werkzeuge“.

Das Ziel der jungen Frau ist es, eine mehr oder minder deutliche Spur zu legen, damit ihr Auftritt als Verkäuferin des Libram eine gewisse Glaubhaftigkeit bekommt, sollten die Kultisten sich die Mühe machen, dies zu überprüfen.

Nach ihrer Einkaufstour kehrt Ruki in den Schlüssel zurück, um ein Mittagsmahl einzunehmen.
Kurz nach dessen Beendigung erkundigen sich zwei Stadtwachen nach ihr und bitten die junge Kara-Turerin, sie zu begleiten.
Omar folgt Ruki, wenn auch nicht gerade mit Feuereifer.

Wachhauptmann Saldin erwartet Ruki bereits.
Saldain scheint sich jedoch nicht sicher zu sein, was genau er mit diesem Gespräch bezweckt; seine Fragen wechseln zwischen spezifischen Erkundigungen und oberflächlichen Anschuldigungen hin und her,
Nachdem Ruki, diese Verhör bereits als weiteren Punkt ihrer ‚Verkäuferpersona’ ansehend und ihre Antworten unter diesem Gesichtspunkt formulierend, den Fragen Saladins für einige Zeit ausgewichen oder mit nichtssagenden Ausflüchten beantwortet hat, konfrontiert sie Saladin damit, was er eigentlich von ihr wolle; sie sei möglicherweise bereit, als Konsiliarin zu fungieren, doch ganz bestimmt nicht ohne Bezahlung.

Der Wachhauptmann überlegt sich diesen Vorschlag und räumt schliesslich ein, dass ein solches Arrangement im Bereich des Möglichen läge.

Saladin führt Ruki zum Kelemvortempel und schildert in groben Zügen, was vorgefallen sei: Der Dieb sei vermutlich am Gebäude hinaufgeklettert, hat ein Fenster eingeschlagen, etwas genommen und ist damit verschwunden.
Der Wachhauptmann vermeidet es tunlichst, das gestohlene Objekt genauer zu definieren, während er gleichzeitig versucht, Informationen zu den Geschäften zwischen Ruki und Roderich zu bekommen – Informationen, die Ruki dem Wachhauptmann, sich auf das Handelsgeheimnis der Stadt berufend, konsequent vorenthält.

Nach der Rückkehr zu den Gebäuden der Stadtwache ändert Saladin seine Taktik und versucht, durch Einschüchterung Druck auf Ruki auszuüben; zwar sei der Handel in Susail im Allgemeinen frei, gewisse Güter seien davon jedoch ausgenommen.
Die Anspielung auf das Libram entgeht der Kara-Turerin nicht, doch sie lässt sich davon nicht im Geringsten beeindrucken; das Wissen, dass Roderich nicht nur ein entschiedenes Interesse an diesem Plan sondern als eine zentrale Figur darin verwickelt ist, reicht der jungen Frau, um alle Einschüchterungsversuche Saldins mit einem Schulterzucken vom Tisch zu wischen. Jeder Versuch, sie zu belangen würde den Kelemvortempel und Roderich ins Rampenlicht rücken – und damit Roderich’s Plan, einen Zugang zu den Kultisten zu finden, verunmöglichen.
Die ‚Verhandlungen’ gehen noch ein, zwei Stunden weiter, bevor Ruki’s Geduld erschöpft ist und sie den Wachhauptmann vor ein Ultimatum stellt: Entweder er komme auf den Punkt, engagiere sie als Konsiliarin – mit einer definitiven Abmachung zur finanziellen Entschädigung – oder sie gehe.

Saladin druckst herum und führt mangelndes Vertrauen als einen Hinderungsgrund an, woraufhin Ruki ihr mangelndes Vertrauen in ihn anführt und sämtliche weiteren Verhandlungen und Gespräche ablehnt.
Der Wauchhauptmann fragt, wie er denn seine Vertrauenswürdigkeit beweisen solle.

Ruki meint lapidar, sie glaube nicht, dass Roderich ihm vertraut, dass er überhaupt nichts wisse – unter anderem, nicht einmal was gestohlen worden sei.

Am Ende seiner Geduld bittet Saladin Roderich zu kommen.

Ruki spricht alleine mit dem Kelemvorit und erklärt ihm die Situation, bevor sie fragt, ob er dem Wachhauptmann vertraue – und ihn in den Plan einweihen wolle. Erkennend, dass ein Verbündeter in der Stadtwache durchaus von Vorteil sein könnte, schlägt Ruki sogar vor, dass Saladin’s Hilfe dem Plan von Nutzen sein könnte.

Nach kurzem Nachdenken stimmt Roderich zu und Saladin wird, nachdem er zur Geheimhaltung angehalten wurde, eingeweiht.
Der Wachhauptmann scheint erstaunt über das Ausmass des Planes, von dem er bloss hier und dort ein Fragment gesehen hatte, doch er fasst sich schnell wieder und schlägt vor, dass eine Nacht in ‚Beugehaft’ die Glaubwürdigkeit Ruki’s als Verkäuferin steigern könnte.
Ruki stimmt zögernd zu – hauptsächlich, weil sie davon überzeugt ist, dass eine gewöhnliche Zelle nicht in der Lage ist, jemanden mit ihren Fähigkeiten zu halten.
Omar hingegen lehnt Gefangenschaft, auch nur für eine einzige Nacht, entschieden ab.

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